Kaufrausch

Um aus der Regionalliga herauszukommen, braucht RB – unter anderem – noch zwei, drei torgefährliche Techniker wie Rockenbach, Typen, die das Offensivspiel prägen. (Steffen Enigk, LVZ-Sportredakteur am 11.03.2011 eben in der LVZ)

Genau das ist nicht das Problem von RB Leipzig, die individuelle Klasse. Die Offensivkräfte Rockenbach, Kammlott und Frahn haben locker Drittligaformat. Bei Paul Schinke bin ich mir (noch) nicht sicher. Was RB Leipzig fehlte und immer noch fehlt, sind schnelle und automatisierte Offensivabläufe. Fähigkeiten, die sich durch Training, passendes System und Spielpraxis ergeben. Das System von RB Leipzig mit 2 Sechsern, einer hängenden Spitze und zwei flexiblen, recht offensiven Außen passt meiner Meinung nach ziemlich gut zu den Einzelspielern. Spielpraxis gab es inzwischen auch reichlich. Trainieren tut die Mannschaft auch viel. Ob da zielgerichtetes Training von Offensivabläufen dabei ist, kann ich nicht beurteilen. Richtig sichtbar wird es jedenfalls nicht, wenn RB Leipzig bei jedem kompakten Gegner in tiefer, kreativer Verzweiflung versinkt. Aber na klar, man kann natürlich auch so tun, als lösten sich die Probleme durch massenhafte Einkäufe. Tun sie nicht, wie der Fall Rockenbach und seine im RB-Alltag verpuffende individuelle Kreativität zeigen..

Wie wäre es denn eigentlich im Gegensatz zu Kaufrauschforderungen mit dem hier, mitten aus dem sportlichen Herzen von RB Leipzig:

Gut langt nicht, wir müssen sehr gut werden. Da müssen wir weiter dran arbeiten. (Alexander Laas, Red Bull Audioplayer [broken Link], 13.03.2011)

Guter Ansatz von einem, den ich gerne einmal über einen längeren Zeitraum für RB Leipzig auf dem Platz sehen würde.

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4 Gedanken zu „Kaufrausch“

  1. Richtig, noch 3 Klasseleute bringen es auch nicht, wenn das Team nicht als solches funktioniert, also eingespielt ist. Und das kann nun mal gern auch 2-3 Jahre dauern ehe man die Früchte ernten kann.

    Leider scheint dies so in Leipzig nicht ankzeptabel zu sein. Schade!

  2. was schon ein wenig verwundert, und da muß ich dem Vorposter Recht geben, ist die plötzliche Ungeduld in und um Leipzig in Sachen RB und seiner Entwicklung … 20 Jahre ging garnichts und nun soll von heute auf morgen der Durchmarsch gelingen … da fragt man sich doch wo da die geordneten Maßstäbe sind und warum diese so weit verrückt wurden …

    das Konzept ist auf zehn Jahre angelegt, dazu auf Konstanz und Nachhaltigkeit, erste kleine Dellen verursacht die aktuelle Saison, auch der Wechsel von Sadlo/Vogel auf Beiersdorfer/jetzt Linke/Oral war in dem Umfang sicher nicht so eingeplant … dazu kommt mit jeder höheren Liga die stetig steigende Qualität der Gegner (die 3.Liga wird nochmal ein Quantensprung im Gegensatz zur RL) …

    der Vorstand, die Fans und besonders die Medien tun gut daran die jetzige Saison vernünftig zu Ende zu bringen und dann alle Aufmerksamkeit und Konzentration auf die Vorbereitung der neuen Spielzeit zu legen, denn dann ist ein Nichtaufstieg niemandem mehr zu vermitteln!

    1. @Bullenzüchter: Da war sie wieder, die Phrase „20 Jahre ging gar nichts“. Verstehen einige RB Anhänger wirklich sowenig von Fussball, haben sie sich vorher nicht für Fussball interessiert oder waren sie schlicht zu jung? Man kann es nicht oft genug sagen: Das 20 Jährige „Aufstiegsjubiläum“ des VfB in die erste Bundesliga steht erst noch bevor, auch danach hatte man mit dem VfB in der 2. Liga und dem FCS in der 3. Liga durchaus noch akzeptable Jahre, bis Insolvenzen und Spielklassenumstrukturierungen die beiden damaligen Profivereine nach unten spülten…

    2. dann sind es eben 15 Jahre … macht es das Ganze dann so viel besser und/oder erträglicher?

      was war denn mit dem VfB damals in der ersten Liga? menschenleer war es, das damalige Zentralstadion … katastrophale Vereinspolitik, gepaart mit einer schon damals unfähigen Stadtverwaltung bildeten den Nährboden für den schon damals einsetzenden Absturz und dafür daß eine geradezu historische Chance verpaßt und vergeudet wurde …

      hätte nämlich damals nicht Unwissenheit und Inkompetenz regiert, dann wäre nämlich ein Einstieg eines Investors, wie nun 2009 geschehen, gar nicht nötig gewesen …

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