RasenBallsport Leipzig vs. Holstein Kiel 1:5

Untertitel gefällig? Ein Satz mit x, das war wohl nix. Ähm, naja. Besser schon: RasenBallsport Leipzig und die wahrscheinlich kürzeste Aufholjagd der jüngeren Fußballgeschichte. Ehrlich gesagt bin ich nach so einem Fußballspiel fast schon sprachlos, aber als Content Manager, ähm Blogger hat man ja Verpflichtungen gegenüber seiner Zielgruppe, vor allem der freudig-hämischen. Stimmts Herr Interpreter? 😉

Eigentlich war alles bereitet für einen schönen Fußballabend mit RasenBallsport Leipzig, der ja dann immerhin denkwürdig wurde. Flutlichtspiel im Zentralstadion. Ups, ist mir nur rausgerutscht. Red Bull Arena meine ich natürlich. Ich finde das als sportliches Ereignis immer noch großartig und war dementsprechend extrem vorfreudig gestimmt. Würde ich twittern, hätte ich wahrscheinlich immerzu ‚Geil, Flutlichtspiel‘-Tweets verschickt. Da ich nicht twittere, habe ich es mir quasi quer übers strahlende Gesicht geschrieben.

Und gut los ging das Spiel auch für RasenBallsport Leipzig. Mal abgesehen davon, dass meine Prognose schief ging und Kapitän Tim Sebastian doch auf der Bank Platz nehmen musste und Shaban Ismaili offenbar endgültig jeden Kredit beim Trainer verspielt hat und nicht mal im Kader stand. Ansonsten ging es für RasenBallsport Leipzig prima los. Das Spiel unter Kontrolle ohne groß zu glänzen. Thiago Rockenbach mit einer sehr schönen, frühen Einlage gegen 3 Kieler Abwehrspieler. Dazu diverse andere Möglichkeiten. Und nach 16 Minuten nutzte Daniel Frahn dank indisponierter Kieler Innenverteidiger seine Chance zum zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten 1:0 für die RasenBallsportler. Man träumte kurz von spektakulären Aufholjagden, vom nächsten Dreier und ein paar schönen Aktionen als Zugabe.

Was danach passierte, kann ich jetzt im Nachhinein gar nicht mehr detailliert-analytisch rekonstruieren, ohne vorher auf bewegte Bilder zu blicken. Holstein Kiel konterte (!) RasenBallsport Leipzig in einer Art und Weise aus, dass man nur ungläubig den Kopf schütteln konnte. Ich glaube, den insgesamt etwa 100 Kieler Fans, die sich in Block D und A verstreuten, ging es so ähnlich. Die Defensivabteilung von RasenBallsport Leipzig spielte sowohl als Verbund, aber auch individuell in einer Art und Weise kopf- und systemlos, dass man sich fragen musste, ob man für dieses Spiel als taktisches Mittel das Spiel ohne Abwehr ausgegeben hatte. Das hatte teilweise schon Slapstick-Charakter, was da in Eins-gegen-Eins-Situationen, aber auch gern mal in Drei-gegen-Eins-Situationen (also 3 RasenBallsportler) geboten wurde. Ohne Frage, Holstein Kiel hat die Lücken der RasenBallsport-Hintermannschaft mit schnellem und perfektem Umschalten von Abwehr auf Angriff auch absolut gekonnt und eiskalt ausgenutzt, aber dass ein Marc Heider ein sehr guter Fußballer und Stürmer ist, wusste man selbst in Leipzig bereits vor dem Spiel. Und dass eine erfahrene Mannschaft wie RasenBallsport Leipzig eine derart spektakuläre Mischung aus Übermut und Naivität auf den frisch verlegten und manchmal noch nicht recht angewachsen wirkenden Rasen zaubern und sich nach Führung auskontern lassen würde, konnte nun vorher tatsächlich niemand ahnen. Etwas ähnliches habe ich live das letzte Mal gesehen, als der FC Sachsen im damals wirklich noch Zentralstadion in der Regionalliga unter Dirk Heyne (aber noch vor der Insolvenz) von Hansa Rostocks U23 und deren schnellen Stürmern mit 0:4 gedemütigt wurde.

Es ist trotzdem nicht so, dass Kiel eine überragende Leistung benötigt hätte, um RasenBallsport Leipzig vorzuführen. Zu unsicher standen die Störche in der Defensive, als dass man sie als unverwundbar bezeichnen könnte. Diverse Groß- und Kleinchancen der RasenBallsportler verweisen darauf, dass das Spiel auch durchaus hätte 4:6 ausgehen können oder eben mit funktionierendem Abwehrverbund auch 4:1. Problematisch am Spiel von RasenBallsport Leipzig, dass spätestens nach dem 1:2 auch offensiv die Ordnung verloren ging. Thiago Rockenbach rückte viel zu oft in die Spitze vor, wo er dann keine Bälle mehr bekam und so auch keinen Einfluss auf das Spiel nehmen konnte. Die Ansätze großer Spielkultur, die man in den ersten Minuten bei ihm beobachten konnte, verpufften so völlig wirkungslos. Dahinter rückte Benjamin Baier immer wieder in die Spielmacherrolle, wo er aber ziemlich überfordert wirkte. Dazu kam ein Paul Schinke im Offensivverbund, der aus meiner Sicht, das große Lob der Vorbereitung zwar in Bezug auf sein Engagement bestätigen konnte, ansonsten aber eher unglücklich und ungefährlich agierte.

In der zweiten Halbzeit sah das ganze eher schlimmer als besser aus, als man wieder mal darauf verfiel, oft quasi mit 4 Stürmern auf Höhe der gegnerischen Viererkette zu agieren, wo dann aber mangels Spieleröffnung der Ball nicht mehr kontrolliert landete. Diese Situation änderte sich erst ein wenig zum Guten, als mit Stefan Kutschke ein Stürmer Benjamin Baier ersetzte und Thiago Rockenbach wieder stärker gen Mittelfeld und Spielmacher tendierte. Aber zu diesem Zeitpunkt war eh alles zu spät und bis auf einen Lattentreffer (bezeichnend für das Spiel, dass der Ball von der Unterkante der Latte wieder ins Feld sprang) war nicht mehr viel zu sehen.

Man kann RasenBallsport Leipzig in diesem Spiel vor allem taktisch viel vorwerfen. Und eventuell war meine leise Befürchtung, dass man sich nach dem Sieg in Hannover besser wähne, als man sei ein Stück weit berechtigt. Wozu ich mich nicht durchringen kann, ist den Spielern mangelnden Einsatz vorzuwerfen. Eher fehlende Abgeklärtheit und fehlendes System (ach, das richtet sich ja an den Trainer). Versucht haben es die RasenBallsportler immer wieder bis zum Schluss. Nur kam eigentlich jedes Anrennen nach vorn als gefährlicher Konter wieder zurück. Wie flippern, nur eben viel deprimierender.

Fazit: Man muss die Dinge eben nehmen wie sie sind. Gestern waren sie grausam in vielen Belangen. Und dazu völlig unnötig, weil man nach eigener Führung, dem Gegner dessen Konterstärken nicht auch noch schmackhaft machen muss. Holstein Kiel hat das ganze offensiv erstklassig gespielt, aber RasenBallsport Leipzig hat auch bestmöglich das seinige beigetragen, dass die zur vom Verein anvisierten 10.000-Zuschauer-Marke fehlenden 6.400 Menschen einen absolut denkwürdigen Fußballabend verpasst haben. Nein, ich will nicht noch mehr davon. Die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte kann meinetwegen auf absehbare Zeit die höchste Niederlage bleiben. Und die bisher gute Defensive (12 Gegentore in 17 Spielen, jetzt 5 auf einmal – Wahnsinn) kann sich meinetwegen gern wieder ihrer besseren Zeiten erinnern. Noch was gutes zum Abschluss? Der Rückstand zu Chemnitz ist gestern nicht größer geworden. Ach, die spielen ja heute erst. Na, sei es drum. Und ganz und gar rhetorisch: Noch 12 Punkte und 26 Tore auf Platz 1. Hehe.

Fazitzusatz: Ach, so destruktiv kann man ja auch nicht aufhören. Lebbe geht weiter (Das Leben geht weiter) hat Dragoslav Stepanovic mal als Fußballweisheit kreiert. Und so sieht es nun eben aus. Weiter geht es. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt in den folgenden englischen Wochen eh nicht. Kopf hoch, Mund abputzen, weitermachen.

Randnotiz1: Bedauernswert war der arme Keeper von RasenBallsport Leipzig, Christopher Gäng. Da profitiert er doch tatsächlich von der Verletzung des Stammkeepers Sven Neuhaus und kommt zu seinem ersten Einsatz und dann holt er gleich 5 Bälle aus dem Netz und hat eigentlich keine Möglichkeit sich auszuzeichnen. Christopher Gäng hatte vielleicht in der einen oder anderen Szene das Glück nicht gerade an seiner Seite, aber die Verantwortung für die Niederlage trägt er ganz sicher auch nicht. Ein Déjà-vu-Erlebnis dürfte das Spiel für ihn trotzdem gewesen sein. In seinem ersten Einsatz für Hertha BSC kassierte er nach indiskutabler Mannschaftsleistung beim 1:5 in Bremen auch schon 5-Debut-Geschenke. Danach hat er bei Hertha nicht mehr viele Beine auf den Boden gekriegt. Es sei ihm zu wünschen, dass er mit RasenBallsport Leipzig auch noch positive Erlebnisse haben darf und dass das Häufchen Elend, dass er nach dem Spiel war, wieder eine breite Brust kriegt.

Randbemerkung 2: Timo Rost hatte einen ordentlich dicken Hals, als er in Minute 73 ausgewechselt wurde. Wütend an seinem Trikot zupfend ging es sofort Richtung Kabine. Kein Gruß, kein Kuss. Sowohl das Spiel als auch die Auswechslung dürften zu seiner suboptimalen Stimmung beigetragen haben. Dass Tomas Oral für ihn Tim Sebastian bringt, sodass nach taktischer Neuordnung Daniel Rosin aus der Innenverteidigung auf Rosts Position rutschte, war auch ein deutliches Zeichen gegen den heute als Kapitän aufgelaufenen Ex-Cottbusser. Mit Kapitänen schien es Oral heut nicht so zu haben. Den eigentlichen auf der Bank sitzen lassen, den anderen ausgewechselt. Vertrauen in die Leader sieht anders aus.

Randnotiz 3: In der ersten Halbzeit den Linienrichter schreiend an der Linie entlang verfolgt, saß Tomas Oral die letzten 15 Minuten auf seinem für ihn frei gehalten Trainerstuhl auf der Bank. Da sieht man ihn, der sonst einen Stammplatz an der Ecke der Coachingzone hat, eigentlich nie. Vielleicht wollte er ja nur noch mal wissen, wie sich dieser Stuhl so anfühlt, jetzt wo die Wahrscheinlichkeit, dass er sich recht bald davon trennen muss, erheblich gestiegen ist. Vielleicht war es aber auch nur Ausdruck tiefer Ratlosigkeit.

Randnotiz 4: Jaja, ich weiß, wenn es so desaströs wird, dann rufen Fans nun mal ‚… raus‘ und bei RasenBallsport Leipzig eben ‚Oral raus‘. Ich kann es trotzdem nicht leiden, ich finde es respektlos dem jeweiligen Menschen gegenüber, ihn öffentlich so vorzuführen. Fast noch schlimmer, dass sich die Enttäuschung der Fans in purem Hohn und Spott für die eigenen Spieler entlud. Ich finde das eine sehr hässliche Seite von Fankultur. Stichwort Respektlosigkeit und öffentliche Vorführung. Schön dann doch, dass sich die verbliebenen Reste der Fans ein ganzes Stück nach Abpfiff noch dazu durchringen konnten, die Handvoll Spieler, die Richtung Fankurve trottete, mit aufmunternden ‚RB Leipzig‘-Rufen zu verabschieden.

Lichtblicke:

  • Carsten Kammlott: hat mir die gesamten 90 Minuten lang sehr gut gefallen. Er wurde zwar nur selten gut in Szene gesetzt, hat sich seine Szenen aber immer und immer wieder selbst erarbeitet. Gegen einen oder zwei oder auch drei Gegenspieler. Der jungen Mann ist als Rechtsaußen wirklich eine prima Wahl. Dürfte eventuell gerne auch mehr nach innen ziehen (wie beim Tor in Hannover).

Schattenblicke:

  • Ach, da einzelne Spieler herauszuheben, fällt schwer. Lars Müller hat sicherlich einen extrem gebrauchten Tag erwischt. Benjamin Baier vertändelte einige Bälle, die dann fürs eigene Tor gefährlich wurden. Die Innenverteidigung ohne letzte Konsequenz. Aber eigentlich war alles, was mit Rückwärtsbewegung zu tun hatte, schlicht und einfach indiskutabel (und vielleicht schlichtweg zu langsam?).

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Tore: 1:0 Frahn (16.), 1:1 Heider (21.), 1:2 Meyer (24.), 1:3 Heider (39.), 1:4 Müller (62.), 1:5 Heider (72.)

3 Tore hat Marc Heider geschossen, die zwei anderen vorbereitet. Man of the Match? Jawohl, na klar.

Gäng – Hertzsch, Rosin, Kläsener, Müller (73. Franke) – Baier (55. Kutschke), Rost (73. Sebastian) – Kammlott, Rockenbach, Schinke – Frahn

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBL-Liveticker [broken Link], RB-Fans-Bericht, MDR-Bericht [broken Link], Holstein-Bericht [broken Link]

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14 Gedanken zu „RasenBallsport Leipzig vs. Holstein Kiel 1:5“

  1. Wenn es Dich tröstet: Ich war beim Spiel CFC gegen Holstein Kiel im Stadion und hab wie die 3500 anderen Chemnitzer Zuschauer ungläubig mit ansehen müssen, wie Holzbein die beste Abwehr der Liga (nun wieder allein in dieser Position) nach Belieben überrannt hat. Kurioserweise war Chemnitz trotzdem deutlich feldüberlegen. Andererseits soweit weg vom Sieg wie in keinem anderen Spiel. Gegen Kiel muss man wahrscheinlich viel taktischer spielen und eisern mauern.

  2. „Kurioserweise war Chemnitz trotzdem deutlich feldüberlegen.“

    Das war ja auch der Witz an dem gestrigen Spiel. RB hatte sicher mehr Ballbesitz, war spielbestimmender und hatte insgesamt denke ich auch mehr Torchancen. Haben die Konter aber dermaßen gnadenlos zu Ende gespielt, wie ich das selten gesehen habe.

  3. Ich habe mir mal vorgestellt, Rockenbach und Kammlott hätten nicht gespielt.Grauenhaft!
    Wer macht eigentlich Rost zum Kapitän? Grauenhaft! Außer verbalem Getöße kommt garnichts.

  4. Oh, die Zielgruppe bedankt sich und hofft auf viele weitere solcher Spielberichte 😉
    Im Ernst: man kann nur hoffen das nach diesem harten Aufschlag in der Realität die anvisierten Investitionen kritisch in Bezug auf Nachhaltigkeit überprüft werden. Gerade weil diesmal deutlich mehr Geld in die Hand genommen wird, sollte man seitens der Stadt genau überlegen ob man sich auf eine 10 Jahreswette einlassen will.
    PS: CFC spielt erst morgen.

  5. Ich bin von der taktischen Leistung der Kieler mehr beeindruckt, als von der Leistung des RB enttäuscht warum? Weil RB genauso wie der CFC eine leichte Beute für die Kieler Taktik war. Genauso wie Wolfsburg wahrscheinlich werden könnte. Dafür haben die Kieler schlechte Karten bei allen Teams ab Mittelfeld abwärts. Egal, schade ist, das der Aufstiegskampf damit vorbei ist. Der CFC wird sicher noch Punkte lassen, aber die Verfolger auch. Insgesamt hoffe ich aber auf einen sächsischen Aufsteiger- after all.
    Und demütigend fand ich es nicht warum auch, Fussball ist eben so. In der BuLi ist es nicht anders, wen interessiert noch wie Leverkusen von Gladbach vorgeführt wurde. Leverkusen zweiter, Gladbach- reden wir nicht drüber.

  6. @Karl-Marx-Kopf-Städter: Mit Deiner Vermutung, dass man gegen Kiel viel taktischer und kompakt spielen muss, teile ich nach dem gestrigen Spiel.

    @Leipziger Elend: Ich glaube, der Begriff Demütigung stimmt deswegen, weil ich im Gegensatz zu Dir nicht denke, dass Kiel gewonnen hat, weil sie so stark waren, sondern weil RB sie zu diesem großen Konter-Spiel eingeladen hat. Das kann eine falsche taktische Einstellung als Grund gehabt haben oder eher eine psychologische. Nach dem Hannover-Spiel mit der AUfholjagd-Idee ins Spiel zu gehen, 20 Minuten lang zu sehen, dass der Gegner wackelig ist, führt nach dem Ausgleich eventuell dazu, dass man gleich wieder zurückschlagen will. Schwupps, fällt Gegentor 2 und man versucht es gleich noch mal viel energischer und kassiert irgendwann auch noch Nummer 3. Ich glaube, ich verstehe dieses psychologische Momentum, aber plausibel ist es mir trotzdem nicht, warum eine erfahrene Mannschaft wie RB Leipzig nach dem Rückstand im Hurra-Stil nach vorne stürmen will und somit dem schnellen Konter-Stil des Gegners perfekt in die Karten spielt. RB war deswegen eine leichte Beute für die Kieler Taktik, weil sie nicht in der Lage waren, sich taktisch auf den Gegner einzustellen. Was wie gesagt an schlechter taktischer Vorbereitung (und dann am Trainer) oder an der Psychologie oder an ‚einfach nen schlechten Tag erwischt‘ gelegen haben mag.

  7. Wer den Schaden hat ….
    Naja … Wird Oral Trainer bleiben? Man darf gespannt sein.

    And Now for Something Completely Different….., am 6ten Spiel verlor eine Mannschaft desaströs 0:6, eine Klatsche, die Fans forderten den Rücktritt des Trainers, der Mannschaft und und und, die Fanseele kochte. Seit dem sind sie nicht mehr aufzuhalten.

    1. Und gewinnen auch nach der Winterpause nicht ganz einfache Spiele in Cottbus (nach Rückstand) und gegen Halle. Dachte eigentlich, Lübeck würde einbrechen, aber scheinbar ist da doch noch einiges möglich. Hoffentlich bleibt’s noch ein bissl spannend.

    2. Mit einem Lübecker Einbruch hatte ich auch gerechnet. Für mich die Mannschaft der Regionalliga, die aus den geringsten Mitteln das größtmögliche Ergebnis herausholen. Schade, dass in Lübeck ein Spiel wie das heutige Topduell gegen Halle gerade mal 2.000 Leute sehen wollen. Euphorie sieht anders aus. Aber vermutlich werden wir uns an ähnliche Zahlen sehr bald gewöhnen dürfen, wenn ich ans Braunschweig-Spiel unter der Woche denke (02.03.)..

    3. Das keine 100km entfernt stattfindende Nordderby dürfte dieser Partie zuschauertechnisch nicht gut getan haben. Zuzüglich Wetter eigentlich keine schlechte Zuschauerzahl. Das Problem ist das die Regionalliga noch Regionalliga heisst, aber klassenmässig nur noch die 4. Liga ist. Die Zuschauer quittieren das entsprechend.

  8. Nebenbei, aber hämefrei: die 2. Mannschaft von RB verliert 3:4 bei Lok II. Bezirksliga wohlgemerkt. Wird die 2. Mannschaft bei RB nur als Beiwerk gesehen? Immerhin müsste die doch perspektivisch die Lücke zwischen A Jugend und 1. Mannschaft schliessen. Sicherlich dürfte durch diverse Spielrechtsübertragungen der Aufbau nicht leicht gewesen sein, doch ausser der Schwächung der Tauchaer ist mir kein Topeinkauf bekannt.

  9. Wird sicher nicht als Beiwerk gesehen, wenn man sich ansieht, wer heute alles dabei war, dann wird das ganze noch unverständlicher:

    Ackermann wieder zurück
    Buszi in der IV
    Albert und Ismaili aus dem Kader der ersten
    Eine off. Reihe mit Klauß, Pfeffing und Daubitz

    Wäre die Abwehr die vom Krostitzspiel gewesen, hätte mich das Ergebnis weniger verwundert, so frage ich mich, was da falsch gelaufen ist…

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