Rapid Wien vs. RasenBallsport Leipzig 1:1

Letztes Testspiel im Rahmen des zweiwöchigen Antalya-Trainingslager-Ausflugs von RasenBallsport Leipzig. Namhafter Gegner war Rapid Wien, die damit wie in der Liga auf Trikots mit dem Bullen drauf trafen, in denen aber für diesmal keine Salzburger Spieler steckten. Das Ergebnis ist wieder mal irrelevant. Rapid eher mit einer B-Elf, was gehobenem, österreichischem Zweitligafußball entsprechen dürfte, der in etwa auf Augenhöhe zum deutschen Drittliganiveau (wie ihn auch RB Leipzig zumindest nominell verkörpert) agieren sollte. Von daher ist ein 1:1 jetzt nicht unbedingt ein überraschendes Ergebnis.

Aufstellung 1.Halbzeit: Neuhaus – Sebastian, Hertzsch, Kläsener, Müller – Kammlott, Rost, Baier, Schinke – Lewerenz – Frahn

Sieht so aus, als schösse sich Tomas Oral auf die Veteranen-Viererkette Sebastian, Hertsch, Kläsener und Müller ein. Was eher zeigt, dass man mindestens auf der Rechtsverteidigerposition nicht optimal besetzt ist. Im Mittelfeld scheint die Vorbereitung auf einen einzelnen Abräumer (Rost) in einem 4-1-4-1 (oder 4-1-2-3) abzuzielen. Die Formation dürfte insgesamt sehr nah an der Elf sein, die auch zum Rückrundenstart zu sehen sein wird. Am ehesten sind wohl die Positionen von Lewerenz und Baier ungesichert. Insbesondere ersterer, der offenbar als hängende Spitze agierte, dürfte von Thiago Rockenbach abgelöst werden, wenn dieser wieder vollumfänglich gesundet ist.

Nach der Halbzeit wurde viel gewechselt, allerdings nicht auf einen Schlag, sondern immer mal wieder ein paar Spieler, so dass ab Minute 75 bis zum Schlusspfiff folgende Spieler auf dem Feld standen

Aufstellung zum Schlusspfiff: Neuhaus – Albert, Rosin, Buszkowiak, Franke – Ismaili, Watzka, Laas, Geißler – Rockenbach da Silva – Kutschke

Taktisch ist das ganze ähnlich zur Hälfte 1, also vermutlich ein 4-1-4-1 mit der hängenden Spitze Thiago Rockenbach. Wie sich die Herren Laas, Watzka und Geißler im Mittelfeld verteilen, muss an dieser Stelle aufgrund von Unkenntnis offen bleiben.

Mir gefällt das, was sich aus der Aufstellung der 1.Halbzeit herauslesen lässt, schon mal sehr gut. Wenn man noch die Herren Rockenbach, Laas und eventuell Geißler mit herein nimmt, dann sähe das in meinen Augen gar nicht mal so übel aus.

Nach dem Spiel ließ Tomas Oral noch folgendes verlauten:

Die Mannschaft hat sehr engagiert gespielt. Nach vorne müssen wir ruhiger agieren und den letzten Pass genauer spielen. (RBL-Spielbericht [broken Link])

Erinnert mich ein wenig an viele Analysen der Hinserie. Engagement hoch, Spiel nach vorn ohne Genauigkeit. Hoffen wir mal, dass sich dieses Bild bis zum Rückrundenbeginn noch wandelt. Wie wärs mit wenig Engagement und viel Genauigkeit? Nee, auch nicht gut. Hmm, noch 16 Tage bis zum Rückrundenstart.

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3 Gedanken zu „Rapid Wien vs. RasenBallsport Leipzig 1:1“

  1. Vielleicht noch kurz als Anmerkung, auch wenn die wenigen bewegten Bilder sichere Schlüsse kaum zulassen (aber m.E. besser als die meist eigene Notation der Aufstellung auf der HP).

    0:46 sieht man die Grundordnung eigentlich recht gut.
    [broken Link]

    wohl um die 70. Minute:
    —Rost-Geißler—
    Ismaili-Rocke-Laas
    —-Kutschke——

    Also m.E. am ehesten ein 4231, wie es momentan vom FCB gespielt wird. Gefällt eigentlich ganz gut, nur muss definitiv noch ein wenig an der Durchschlagskraft geschraubt werden. Es ist schon bezeichnend, dass wir in den bisherigen Testspielen (Grimma eingeschlossen) ohne Stürmertor geblieben sind.

  2. Das mit den Stürmertoren macht mir auch ein wenig Sorgen. Ist zumindest kein gutes Zeichen, was automatisierte Spielabläufe angeht.
    Stimmt, das Bild sieht nach 4-2-3-1 aus. Aber Geißler und Laas haben nur relativ kurz zusammen mit Rost auf dem Platz gestanden. Mit der Hereinnahme von Watzka dürfte das ganze auch wieder anders ausgesehen haben. Außer Sebastian Albert hat Innenverteidiger gespielt. Dann würde Rosin mit auf die 6 rutschen, Watzka auf rechts, Ismaili auf rechts hinten und wir hätten wieder ein 4-2-3-1.
    Wie auch immer, ich denke wir können uns darauf einigen, dass in der Vorbereitung eher an einem 4-5-1 (vielleicht mit Option zum 4-3-3) gearbeitet wurde und nicht an einem 4-4-2. Wenn die Mannschaft in der Lage ist, das in ABhängigkeit vom Gegner und vom Spielverlauf mit mehr defensiver Präsenz (2 Sechser) und mehr offensiver Präsenz (1 Sechser) zu spielen, dann soll mir das sehr recht sein.

  3. Sicher, auch in den Hinrunden 433 Versuchen war ein ständiges Rotieren im Zentrum angesagt, eher mit dem Fokus auf zwei offensive statt zwei defensive. Nur kurz zu Albert, der hat relativ sicher auf RV gespielt, zumindest bei der Ecke von Rapid in o.g. Video sieht es stark danach aus.
    Im Fazit gebe ich dir recht, eine Raute würde mich auch viel mehr wundern, als eine abgewandelte Hinrundenformation. Bleibt zu hoffen, dass man die nächsten Wochen für das oralsche „Einschleifen“ nutzt (und vielleicht mal ein Test für das heimische Publikum). Die Offensive liest sich jedenfalls viel besser, als die aktuelle Toreanzahl vermuten ließe.

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